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By Tanja Kioschis

Was Wandern mit Erfolg zu tun hat – die Reise nach Norditalien:

Für mich ist Wandern etwas Besonderes. Wandern macht den Kopf frei und bringt neue Ideen für mein Business. Wandern kann einen außerdem an besondere Orte bringen, an denen man noch nicht war, oder man auch sonst nicht hinkommen kann und es bringt einen an seine Grenzen.

Ich bin also mit einer Freundin nach Norditalien gefahren und es war für mich das 2. Mal in Italien. Ich wollte schon einmal zum Lago di Sorapiss. Ich war damals im Winter da und die Schneewände waren einfach zu hoch, so dass an ein Durchkommen nicht zu denken war. Damals habe ich mir geschworen wiederzukommen. Also habe ich meine Reise diesmal für Oktober gebucht und wir waren bereit für den Rundweg. Dieser sollte laut dem Internet 6 Stunden dauern und für mittlere und geübte Wanderer kein Problem darstellen. Wir liefen also immer weiter und irgendwann kamen wir an einen Berg an, wo wir eine Gerollpiste hochlaufen mussten.

Bei dieser Piste fielen wir bei jedem Schritt, den wir nach vorne gingen, einen halben zurück. Wir überlegten also was wir tun sollten und wussten, dass Zurückgehen keine Option war, da die Wege zu steil wären und wir uns noch mehr verletzen würden. Wenn etwas passiert wäre, hätten wir es nie zurückgeschafft. Wir kletterten also weiter und stießen an unsere Grenzen. Das einzige, was uns antrieb, war der Gedanke, endlich anzukommen. Und das taten wir auch. Es war ein unfassbarer Ausblick. Wir machten hunderte von Fotos und Drohnen-Aufnahmen. 

Als wir endlich bei dem Lago ankamen, hatte dieser kaum Wasser und wir waren ein wenig enttäuscht. Wir wussten aber, es geht nicht darum, am Ende das geilste Erlebnis zu haben, sondern was man auf dem Weg mitnimmt und welcher Mensch man wird. Wir haben auf jedem Schritt dazu lernen können und nicht aufgehört, sondern auf das geschaut, was wir schon geschafft haben. Vielleicht rutscht man mal zurück, aber trotzdem ist man weiter als vor ein paar Minuten.

Auf dem Rückweg nahmen wir dann den einfachen Weg und wir hatten absolut keine Reue, uns gegen diesen Weg entschieden zu haben. Dieser Weg war überhaupt nicht spektakulär und wir hätten bei diesem Weg eine nicht mal ansatzweise so atemberaubende Aussicht gehabt wie bei dem anderen. Wir haben gelernt, dass Schmerz uns weiterbringt und durch ihn können wir uns weiterentwickeln.

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